Anwendertipps für die Frischluftheizung

Frischluftheizung von Schwörer

Anwendertipps für die Frischluftheizung

von Albrecht Schwarz

Recht früh, aber unaufhaltsam hat die Heizperiode begonnen. Für die vielen Neukunden, aber auch für alle anderen Frischluftheizungsanwender möchten wir im heutigen Blogbeitrag Tipps zum Betrieb bzw. zu Einstellungen der Frischluftheizung (FLH) geben.

Vorrausschicken möchten wir, dass gerade im Winterhalbjahr die Wärmerückgewinnung entscheidend zum Heizbetrieb beiträgt. Daher würden wir jedem Nutzer empfehlen, der keinen  Wartungsvertrag abgeschlossen hat zumindest folgende für die Funktion äußerst wichtigen Elemente zu überprüfen. Dazu gehört:

  • Ansaugelement/Ansauggitter auf Verschmutzung überprüfen, evtl. den Filtereinsatz im Ansaugelement entfernen
  • Filter im Gerät und bei Küchen-Abluft überprüfen
  • Wärmetauscher durchspülen

Einstellung

Hilfestellungen hierzu finden Sie in der Bedienungs- u. Wartungsanleitung. Sind die äußeren Rahmenbedingungen gegeben, gilt es eine gute und vernünftige Einstellung der einzelnen Heizelemente zu wählen. Grundsätzlich gilt: Die für Ihr Gebäude berechnete Heizleistung wird in der Lüfterstufe 2 erreicht. Mit dieser Stufe findet auch der notwendige Luftaustausch in Ihren Räumen statt.

Von der herkömmlichen Heizung her ist Ihnen ein Absenkbetrieb über die Temperatur bekannt. Die Möglichkeit der Temperaturabsenkung bietet die FLH zwar auch, wir empfehlen jedoch einen Absenkbetrieb über die Reduzierung der Lüfterstufe von Stufe 2 auf Stufe 1, z.B. für einige Nachtstunden oder während das Gebäude leer steht. Eingestellt werden kann dieser Absenkbetrieb im  Tagesprogramm in der Zeile „LS“. Die Temperatureinstellung bleibt dabei gleich, lediglich die Lüfterstufe wird reduziert. 

Energetisch von Vorteil ist es, der Wärmepumpe (WP) über die Temperaturvorwahl am Fernbedienteil eine relativ lange Laufzeit vorzugeben. Idealerweise spricht man hier von der Maximalraumtemperatur (z.B. 23°C), die über die + Taste vorgegeben wird. Dadurch erreichen Sie, dass die Wärmepumpe erst nach Erreichen dieser Maximaltemperatur im Referenzraum (Standort Fernbedienteil) die Wärmepumpe abschaltet.

Hier gilt es zu erwähnen, dass die WP dann effizient arbeitet, wenn sie nicht ins Takten kommt, daher die relativ hohe Temperaturvorwahl. Die WP wird versuchen, den gewünschten Wert zu erreichen, unterstützt wird sie dabei durch die möglichen internen bzw. externen Gewinne. Sind diese nicht, oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kommt die Zusatzheizung (ZH) über die PTC-Heizelemente zum Tragen. Dazu ist es notwendig, diese Elemente über die Taste ZH an der Fernbedienung freizugeben.

Jeder Zuluftraum ist mit einem weiteren Raumthermostat ausgerüstet, über den jetzt (im Gegensatz zur WP) die Raummindesttemperatur  eingestellt wird. In der Praxis bedeutet dies, dass immer dann, wenn die im jeweiligen Raum eingestellte Temperatur nicht erreicht wird, die zum Raum gehörigen PTC-Elemente die WP nur solange wie nötig unterstützen. Ist der Raummindestwert erreicht, schalten sich die Elemente sofort wieder weg. Somit ergänzen diese Heizelemente die WP nur solange wie nötig. Kommen überraschender Weise interne/externe Gewinne, wird die ZH im betroffenen Raum sofort abgeschaltet. Natürlich kann dies im benachbarten Raum evtl. ganz anders aussehen. Keinesfalls sollten im Fernbedienteil und am Raumthermostat dieselbe Temperatur eingestellt werden, da ansonsten sowohl die Wärmepumpe, als auch die PTC-Heizelemente ins Takten kommen. Dieser Zustand ist energetisch nicht lukrativ, da dabei die WP einen zu geringen Betrag leistet und somit unter ihren Möglichkeiten bleibt.

Selbstverständlich kann und  soll unser heutiger Blogbeitrag nur eine Empfehlung auf der Basis unserer Erfahrungen sein. Gerne sind wir auf Ihre Erfahrungen gespannt.

Zum Thema Frischluftheizung und Heizen im Eigenheim insgesamt

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Vorteile einer automatischen Lüftungsanlage

Tipps zum Start der Heizperiode

Praktische Einstelltipps für einen energiesparenden Heizstart

Wartung der Heizungsanlage

Warum regelmäßige Wartung Ihre Heizungsanlage zuverlässig schützt

Welches Heizungssystem passt zu meinem Haus?

Finden Sie das passende Heizsystem für Ihr Haus – effizient, nachhaltig und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt

Anwendertipps für die Frischluftheizung

Frischluftheizung von Schwörer

Frischluftheizung-Funktionsweise & Vorteile einfach erklärt

Ein Blick hinter die Kulissen – Familie Fröhlich zeigt die Schwörer Frischluftheizung im Alltag
Schallschutz im Wandaufbau von SchwörerHaus-Fertighäusern

Hoher Schallschutz bereits in der Grundausstattung

Schallschutz-Konzept von SchwörerHaus

Schwörer Schallschutz-Konzept

Effektiver Schutz vor Lärm für mehr Gesundheit, Ruhe und Wohnqualität

Schallschutz im Haus ist Gesundheitsschutz

Bautipps für einen optimalen Lärmschutz

Deckensysteme im SchwörerHaus Schallschutz-Konzept

Effektiver Schutz vor Lärm für mehr Gesundheit, Ruhe und Wohnqualität

Vorteile unserer Schwörer-Außenwand

Mehrschichtiger Aufbau für Schallschutz, Brandschutz und dauerhafte Stabilität

Lüftungsanlagen & Wohnlüftung mit SchwörerHaus-Fertighäusern

Wohnraumlüftung

Permanent frische Luft mit der Schwörer-Wohnraumlüftung serienmäßig seit 1983

Haustechnik: Wohnraumlüftung & Heizung

Innovativ. Energiesparend. Gesund.

Unsere Blog-Beiträge über frische Wohnluft

Kontrollierte Wohnraumlüftung in der sommerlichen Nutzung

So lüften Sie Ihr Haus richtig

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Vorteile einer automatischen Lüftungsanlage

5 Vorurteile gegenüber Lüftungsanlagen

Energieeffizient vereint mit hohem Wohnkomfort

Kontrollierte Lüftung im Haus für ein gesundes Wohnen

Gründe und Vorteile einer Lüftungsanlage

So welchseln Sie den Filter der VentCube-Lüftung

Was tun bei der Systemmeldung „Filterwechsel“?

Anwendertipps für die Frischluftheizung

Frischluftheizung von Schwörer

Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

Wie erreiche ich ein optimales Raumklima?

Keller richtig lüften

Wie Kellerlüftung wirklich funktioniert
1.084 KOMMENTARE
von Albrecht Schwarz
02. Mar 2011, 08:04
Hallo Thorsten,

die Leistungsaufnahme der Wärmepumpe liegt bei ca. 600 W.
In der Tat bieten die Energieversorger (EVU) zum Teil extra Zähler mit Wärmepumpentarif (Sondertarif) an.
Diese Tarife können unter den verschiedenen EVU's ganz unterschiedlich ausfallen. So ist es z.B. bei einigen Anbietern möglich, neben der reinen Wärmepumpe auch die zur Frischluftheizung gehörenden PTC-Heizelemente mit auf den diesen Sondertarif zu schalten, einige EVU's lassen dies wiederum nicht zu. Was zum Sondertarif in aller Regel dazu gehört, sind so genannte Sperrzeiten, meist bis zu 3 mal täglich max. 2 Stunden. Während dieser Sperrzeiten kann dann das Gebäude nicht beheizt werden, einige EVU's geben eine kleine Leistung von 2 kW in dieser Zeit frei.
In der Regel macht die Sperrzeit keine Schwierigkeiten, allerdings muss ggf. das Schaltprogramm auf die Zeiten abgestimmt werden.
Dieser Wärmepumpentarif wird häufig wegen des günstigeren Tarifs gewählt. Im Gegenzug zum Preisvorteil müssen die Sperrzeiten in Kauf genommen werden. Empfehlenswert ist, sich im Vorfeld die üblichen Sperrzeiten benennen zu lassen und ggf. mit dem Tagesablauf (Betrieb Heizung) anzustimmen.
von Torsten
01. Mar 2011, 23:48
Hallo Herr Schwarz,
können Sie mir die Aufnahmeleistung des Schwörer Frischluftheizsystems (Luft/Luft-Kleinwärmepumpe) nennen?
Wir sind noch in der Planungsphase und wollen Nebenkosten zusammentragen.
Hintergrund meiner Frage, beim Gespräch mit dem örtlichen Energieversorger wurde mir gesagt, dass für eine Wärmepumpe ein separater Stromzähler nötig ist und die Leistung hierfür auf 21KW (nur für Wärmepumpe) ausgelegt werden muss.

Vielen Dank!!
von Frank Schmitt
01. Mar 2011, 11:38
@Jochen Schreck, Klasse Bericht

Bezüglich der Infos die dir fehlen einfach am Bedienteil der WGT (nicht das im Wohnzimmer) ne 88 eintippen und OK dann hast du die volle Information der WGT.
Aber nix verstelen was du nicht verstehst (Dafür noch ne 11 und OK).

Am besten beim ersten Durchgang alles notieren. Ist eh besser.
Dort findest du alle Temp. und noch mehr was dich interessieren könnte.

Ich habe eine ähnliche Hausgröße nur keinen Kamin bis jetzt.

Das sich die PTC nicht gegen die WP verriegeln lassen kann aber auch im Frühling/Herbst (10Grad AußenT.) bei milderen Temp. von Vorteil sein, weil: Es ist praktischer dann die WP nachts runter zu fahren und dann morgens kurz (1Stunde) die PTC im WohnEssKüchen Bereich laufen zu lassen und es ist wieder schön warm aber eben nicht in den Schlafräumen. Das kann ich nämlich nicht gut leiden bei 22Grad zu schlafen, aber das sieht jeder anders.

Und der Verbrauch liegt dann auch nicht wirklich höher. Da die WP so um die 600 Watt verbraucht und die 3 PTC (habe alle auf eine Schütz gelegt) 1,5Kwh da diese aber in einer Stunde den Raum wieder Warm haben und die WP (ohne PTC) dafür erheblich länger braucht.

Eins ist aber klar: Wenn man den Winter von letztem Jahr und auch den davor betrachtet, also über Wochen/Monate Temp. stark unter -5Grad dann ist das WDH ohne Kamin nicht wirklich das richtige. Aber da das ja hoffentlich auch nur Ausnahmewinter waren sollte es im 5-10 Jahres Mittel wird besser sein.

Da man schön sieht das du im ~3500kWh Sektor liegst und ich im ~6500kWh ohne Ofen.
Hatte ich auch schon überschlägig geschätzt dass ich so 3000kWh sparen könnte, bei diesen harten Wintern natürlich. Wenn es wieder milder wird dann weniger.
Der Ofen kostet mich mit Kamin ~7000€, zurzeit 0,16€/kWh, ~14,5 Jahre bis der wieder raus ist ohne Holz, Schornsteinfeger und die Arbeit. (Ich hätte die Möglichkeit sehr günstig an Holz zu kommen)
Hmm, aber könnte mir vorstellen wenn der Strompreis weiter steigt wie die letzten 3 Jahre bin ich es satt (2007=0,12 / 2011=0,16). Dann ist der Versorger selbst schuld und ich bekomme auch einen Kamin.

Wärmetauscher durchspülen: Das mit den Minimücken im Tauscher lässt sich noch weiter stark minimieren wenn man den Filter unter das Haltegitter steckt statt drüber dann ist die auch letzte Ecke mit abgedeckt. Stimmt ist komisch erklärt, Foto? War ein Tipp von Schwörer Service.

Sag mal du hast einen EWT wie wir: Ich habe mir eine Sommerleerkassette von Schwörer besorgt da der Bypass kein 100% ist und Leute mit EWT haben dann noch mal ein paar Grad weniger im Sommer zu Verfügung. Ok, das Haus kühlt deswegen zwar nicht Mega runter aber wenn schon EWT dann will ich auch die ganze Power nutzen, nä.

Hast du dir vor die Abluftventile Filter gemacht (Außer Küche)? Hatte ich mal ganz am Anfang bin dann aber wieder davon weggegangen wegen der lässigen wechseln alle paar Wochen. Das wäre je bei der Hausheizversion erforderlich damit die Luftwechselrate hoch bleibt.

Schönen Gruß,
Frank

PS: Falls ich Zeit bekomme wollte ich auch mal den Herrn Schwarz persönlich kennenlernen.
Aber in Hohenstein bin aus dem Raum Eifel.
von Albrecht Schwarz
28. Feb 2011, 11:47
Sehr geehrter Herr Schmidt,

bei der Reinigung des Wärmetauschers (WT) beziehen wir uns auf die Bedienungs- u. Wartungsanleitung.
Hier beschreiben wir, dass der WT 1- 2 mal jährlich gereinigt werden soll. Trotz Vorfilter in Außen- und Abluft kann es zu einem feinen Schmutzfilm auf den WT-Platten kommen. Deshalb die Empfehlung, diesen idealerweise vor der Heizperiode mit warmem Wasser und fettlösendem Mittel von beiden Seiten durchzuspülen. Nach einer kleinen Abtropfphase kann der WT wieder eingesetzt werden, das war's auch schon.
Wenn gewünscht, können wir im Workshop darauf eingehen.

Bis dahin, freundliche Grüße A. Schwarz
von Jürgen Roth
27. Feb 2011, 21:30
Hallo zusammen.

Wir wohnen nun seit 4 Jahren in einem WDH und sind mit der Heizung sehr zufrieden.
Da die Firma Schwörer Haus nun so ein "Workshop Frischluft-Heizsystem" anbietet sollte man die Gelegenheit nutzen und sich zu Informieren.

Da ich aus dem Raum Rastatt / Baden-Baden komme möchte ich mich hier im Blog erkundigen ob vielleicht noch jemand aus der Region mit fährt und man eine Fahrgemeinschaft bilden kann.
Wenn man zurzeit den Benzin Preis sieht: Super 1,61 € kann man da vielleicht schon eine Fahrgemeinschaft bilden.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Roth
von Jochen Schreck
26. Feb 2011, 15:07
Hallo,

ich habe gerade eben erst entdeckt, dass Schwörer überhaupt einen Blog hat... :-)

Da wir auch seit 2007 ein Schwörer-Haus mit WärmeDirekt-Heizsystem haben, teile ich gerne meine Erfahrungen:

Wir haben das WärmeDirektHaus von 2006, Außwände 32 cm (0,17 W/m²K) und Kellerdecke Beton mit Unterdämmung (0,24 W/m²K), jedoch mit erhöhter Dachdämmung (28cm, 0,15 W/m²K) und Fenstern mit 3-Schicht-Verglasung (wie ISO+, 0,5 W/m²K). Dazu noch ein EWT-Rohr um's Haus herum und ein WW-Solarpanel auf dem Dach.

Im Wohn-Ess-Küchenbereich (offen) gibt's noch einen kleinen Kaminofen (5 kW) für frostige Tage.

Wohnfläche 135 m² (bei Kniestock 145 cm), Grundfläche ca. 80 m².

Den Stromzähler für die komplette Heizungsanlange inkl. WGT Lüftungsanlage, Solaranlage mit Heizpatrone für WW (6 kW) und allen elektrischen Zuheizgeräten (PTC-Heizelemente, Heizkörper in Bad, WC und Flur) habe ich als Zwischenstromzähler ausgeführt und kann somit den Energiebedarf separat vom Hausstrom aufzeichnen. Die gesamte Hausanlage läuft über einen Tag/Nachtstromzähler.

Die Steuerung der WGT finde ich wenig innovativ. Man kann nirgends irgendwelche Temperturen der Zuluft oder Abluft sehen, auch nicht die gemessene Außentemperatur, obwohl alles doch irgendwo erfasst und verarbeitet wird.

Ein Haus mit Frischluft-Heizung über Nacht in der Temperatur abzusenken, halte ich für Energieverschwendung, zumal die PTC-Heizelemente davon nichts mitbekommen, da diese nur stupide über die (meines Erachtens sehr unpräzisen) Raumthermostate geschaltet werden. Witzig ist, dass auch die Freigabe der PTC-Elemente nicht abgeschaltet werden kann über Nacht, um damit z.B. einen vorrangigen Lauf des Wärmetauschers der WGT zu erreichen. Ich weiß ja nicht, was sich die Schwörer-Ingenieure dabei gedacht haben, aber da besteht jede Menge Optimierungspotential!

Außerdem kann man keine Unterschiedlichen Werte für die Zeitschaltzuhrprogrammierung für den Sommer- und Winterbetrieb einstellen, was ein ENORMER Nachteil ist, da man jedes mal alles über das "geniale" Mäuseklavier im Wohnzimmer umstellen muss. Und von einem Funkuhrmodul für die Regeleinheit hat scheinbar auch noch nie jemand etwas gehört. :-)

Für einen effizienten Betrieb (im Winter) muss man also:
1. Die Soll-Temperatur der WTG höher einstellen als die der PTC-Elemente. Hier steht die Solltemperatur auf 22°C und die PTC-Temperatur in den Räumen auf 19 - 20 °C. Will man's wärmer haben, einfach beide Temperaturen höher stellen, jedoch den Versatz wahren. Will man bei einfallender Sonne deren Wärme besser ausnutzen (über den Tag), muss die WGT noch höher eingestellt werden, damit bei erhöhter Temperatur nicht gleich wieder die Wärmepumpe abschaltet und damit die Wärme hinaus bläst.

2. Keine Nachtabsenkung in der Temperatur verwenden. Ein ausgekühltes Haus braucht lange Zeit, um wieder auf Temperatur zu kommen. Außerdem merken das die autarken Thermostate der PTCs nicht. Damit heizen die dann munter los, während die Wärmepumpe abschaltet, um die Temperatur abzusenken. Ich habe hier lediglich die Lüfterstufe zwischen 23 Uhr und 6.30 Uhr auf 1 gesetzt, um den Wirkungsgrad etwas zu begrenzen.

3. Bei Verwendung von Zusatz-Heizquellen, wie z.B. unserem Kaminofen: Die WGT-Temperatur im Wohnzimmer auf hohe Temperaturen stellen, da ansonsten die entstehende hohe Raumtemperatur den Wärmetauscher abschalten lässt und damit die entstandene Zusatzwärme "zum Abluftrohr hinaus bläst". Bei Kaminöfen sorgt die Strahlungswärme für eine enorme Aufheizung der Rips-Wände und -Decken, die dann wiederum zu Wärmestrahlern werden. Es ist also schlau, wenn die WGT-Fernbedienung nicht direkt im Wohnzimmer, sondern (wie in unserem Fall durch die L-förmige offene Raumaufteilung) "um's Eck" sitzt, um eine einigermaßen reale Temperaturerfassung zu ermöglichen. Man sollte sich nicht davor scheuen, das WGT auf 28°C zu setzen, solange der Kaminofen brennt. Damit wird in frostigen Nächten die Energie durch die Wärmepumpe im Haus gehalten. Den Kaminofen auch gleich gut mit Wasserverdampfern bestücken, um die Luftfeuchte einigermaßen erträglich zu halten.

4. Im Sommer die Lüftung nachts auf 3 stellen, um kühle Luft ins Haus zu bringen.

5. Im Winter unbedingt nachts alle Rollläden runter!

Ich weiß ja nicht, ob die aktuelle Steuerung der WGT besser ist, aber mit den o.g. Mitteln fahre ich derzeit am Besten.

Wenn's knackig kalt wird, heizen wir immer mit dem Kaminofen zu. Bislang liegt unser Holzverbrauch bei 1 - 2 m³ pro Jahr, also auf sehr niedrigem Niveau. Man kann ein Schwörer-Haus auch sehr leicht überheizen, wenn man einen zu großen Kaminofen einsetzt. Mehr als die 5 kW, die wir einsetzen, erachte ich als absolut überdimensioniert, da selbst hier der Ofen schon nach kurzer Zeit auf Sparflamme läuft - sonst platzt man. :-)

Verbräuche der letzten beiden Jahre Heizungsanlage inkl. WW komplett mit allen Elektroheizgeräten:
2009: 3649 kWh
2010: 3728 kWh

Der Verbrauch von 2008 kann nicht gerechnet werden, da hier noch die Beheizung bei halbfertigem Innenausbau (Ende 2007, Abrechnungsmonat ist immer etwa September bei uns) in der Bauphase mit eingeflossen ist und da wurde recht viel "verheizt", großteils durch die zuerst noch fehlende Tür zum Keller.

Ich selbst lese derzeit möglichst wöchentlich alle Verbräuche ab und trage die in eine Excel-Tabelle ein. Hierrüber bekommt man schöne Verbrauchskurven. Über die errechneten Tagesverbräuche lässt sich das Verhalten Frühjahr-Sommer-Herbst-Winter schön graphisch darstellen. Und auch, dass ein WW-Solarpanel auch im Winter aktiv ist und seinen Beitrag leistet.

@Max:
Die Außentemperatur ist für die PTC's völlig egal. Stell einfach das ein, was als minimale Raumtemperatur gehalten werden soll. Die PTC's sorgen dann durch nachheizen dafür, dass die Temperatur gehalten wird. Die WGT-Temperatur (Raum-Solltemperatur an der Steuerkonsole) sollte mindestens auf 22 °C stehen, evtl. auch höher. Wenn's draußen um die 0 °C oder weniger hat, dann läuft die Wärmepumpe ohnehin im Dauereinsatz. Vielleicht ist's bei den Effizienzhäusern 55 (ISO+) etwas besser durch die im Vergleich zu unserem Haus dickere Wanddämmung.

@Peter Schmidt:
Wärmetauscher durchspülen: Ist in den Wartungshinweisen im Ordner "Bauherrenunterlagen II" beschrieben! Anlage aus, WT-Einsatz rausziehen (am besten im Sommer!). Schmutz gut ausspülen mittels Schlauch - auf Lamellen aufpassen, diese dürfen KEINESFALLS verbiegen! Evtl. mit Druckluft ausblasen - Achtung, auch hier Gefahr für die Lamellen! Dann noch etwas trocknen lassen und dann wieder rein damit ins WGT.

Irgendwie sind die Filter im WGT nicht perfekt und es schummeln sich immer wieder Insekten durch, die sich dann im Wärmetauscher festsetzen können. Diese "Verschmutzungen" inklusive Staub müssen eben entfernt werden.

Lustig, dass dies nicht bei der Einweisung in die Technik erklärt wurde....

Da jetzt gerade eine Einladung zum Workshop Frischluft-Heizsystem eintrudelt ist, werde ich mal daran teilnehmen, um zu erfahren, ob da noch noch mehr verbessern kann.

Viele Grüße,
Jochen Schreck
von wolfgan
26. Feb 2011, 14:00
Hallo Zusammen,
mein Frau und ich werden ein Schwörer Haus bauen mit einer Frischluft Heizung , Sole Erdwärmetauscher und einem Kamin.
Bezüglich dem Kamin Wissen wir leider noch nicht wohin die Reise gehen soll.
Wir haben 3 Überlegungen:
1. Pellet Ofen im Wohn Essraum (Nachteil: Lautstärke, stromabhängig, Flammbild)
2. Specksteinofen im Wohn Essraum (Kaminofen) (Nachteil:Keine Steuerung -->automatisches Anschalten möglich)
3. Pellet Ofen (gleiche wie bei Variante 1) im Keller in das Frischluftheizsstem integrieren und eine Kaminofen im Wohnzimmer.(Nachteil:Teuer)

Kann mir jemand eine Variante empfehlen, vor allem würde mich interessieren ob jemand Variante 3 installiert hat bzw. ob das funktioniert.

Gruß&Danke
Wolfgang Krenn
von Anja Dreyer
25. Feb 2011, 16:38
Hallo,

wir haben unser Schwörer-Haus mit Frischluftheizung seit November 2007 und sind damit grundsätzlich mehr als zufrieden. Das einzige, was immer wieder zur Ärger führt, ist die im Winter extrem trockene Raumluft. Wir haben das Treppenhaus im Wohn-/Esszimmerbereich zentral integriert. Obwohl wir unsere Wäsche mittlerweile im Wohnzimmer trocknen, einen Raumluftbefeuchter haben, auf dem Schwedenofen vier Wasserschalen stehen und wir immer wieder den Wasserkochen offen laufen lassen, haben wir eine Raumluftfeuchtigkeit von teilweise unter 20 %. Dass dies zu trockener Haut, viel zu trockenen Schleimhäuten mit Husten und Augenbrennen führt, dürfte offensichtlich sein. Abgesehen davon leiden das Holzparkett und die Massivholzmöbel extrem unter dieser Trockenheit.

Gibt es von Schwörer mittlerweile eigentliche Anlagen mit Raumluftfeuchterückgewinnung oder andere technische Lösungen? Bisher haben wir auf unsere Nachfrage nur die lapidare Antwort erhalten, dass das Problem nichts mit der Lüftungsanlage zu tun habe. Tut mir leid, aber bei unseren Freunden, die keine Lüftungsanlage in ihren Häusern haben, besteht das Problem nicht.

Vielleicht bringt der Workshop zur Frischluftheizung ja auch zu diesem Thema Neuigkeiten.

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

Mit der Nutzung & Speicherung meiner Daten für die Kommentar-Funktion bin ich einverstanden. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Letzte Beiträge aus der Kategorie HAUS- UND HEIZTECHNIK: LüFTEN, HEIZEN, ENERGIEEFFIZIENZ, SMART HOME

Winterurlaub im TinyHouse
Blog Post Title Lorem Ipsum

Excerpt of that Blog Post. Lassen Sie sich von unseren Kunden- und Musterhäusern für Ihr eigenes Fertighaus von SchwörerHaus inspirieren.

WEITERLESEN >

Winterurlaub im TinyHouse
Blog Post Title Lorem Ipsum

Excerpt of that Blog Post. Lassen Sie sich von unseren Kunden- und Musterhäusern für Ihr eigenes Fertighaus von SchwörerHaus inspirieren.

WEITERLESEN >

Winterurlaub im TinyHouse
Blog Post Title Lorem Ipsum

Excerpt of that Blog Post. Lassen Sie sich von unseren Kunden- und Musterhäusern für Ihr eigenes Fertighaus von SchwörerHaus inspirieren.

WEITERLESEN >

Letzte Blog-Beiträge