Anwendertipps für die Frischluftheizung

Frischluftheizung von Schwörer

Anwendertipps für die Frischluftheizung

von Albrecht Schwarz

Recht früh, aber unaufhaltsam hat die Heizperiode begonnen. Für die vielen Neukunden, aber auch für alle anderen Frischluftheizungsanwender möchten wir im heutigen Blogbeitrag Tipps zum Betrieb bzw. zu Einstellungen der Frischluftheizung (FLH) geben.

Vorrausschicken möchten wir, dass gerade im Winterhalbjahr die Wärmerückgewinnung entscheidend zum Heizbetrieb beiträgt. Daher würden wir jedem Nutzer empfehlen, der keinen  Wartungsvertrag abgeschlossen hat zumindest folgende für die Funktion äußerst wichtigen Elemente zu überprüfen. Dazu gehört:

  • Ansaugelement/Ansauggitter auf Verschmutzung überprüfen, evtl. den Filtereinsatz im Ansaugelement entfernen
  • Filter im Gerät und bei Küchen-Abluft überprüfen
  • Wärmetauscher durchspülen

Einstellung

Hilfestellungen hierzu finden Sie in der Bedienungs- u. Wartungsanleitung. Sind die äußeren Rahmenbedingungen gegeben, gilt es eine gute und vernünftige Einstellung der einzelnen Heizelemente zu wählen. Grundsätzlich gilt: Die für Ihr Gebäude berechnete Heizleistung wird in der Lüfterstufe 2 erreicht. Mit dieser Stufe findet auch der notwendige Luftaustausch in Ihren Räumen statt.

Von der herkömmlichen Heizung her ist Ihnen ein Absenkbetrieb über die Temperatur bekannt. Die Möglichkeit der Temperaturabsenkung bietet die FLH zwar auch, wir empfehlen jedoch einen Absenkbetrieb über die Reduzierung der Lüfterstufe von Stufe 2 auf Stufe 1, z.B. für einige Nachtstunden oder während das Gebäude leer steht. Eingestellt werden kann dieser Absenkbetrieb im  Tagesprogramm in der Zeile „LS“. Die Temperatureinstellung bleibt dabei gleich, lediglich die Lüfterstufe wird reduziert. 

Energetisch von Vorteil ist es, der Wärmepumpe (WP) über die Temperaturvorwahl am Fernbedienteil eine relativ lange Laufzeit vorzugeben. Idealerweise spricht man hier von der Maximalraumtemperatur (z.B. 23°C), die über die + Taste vorgegeben wird. Dadurch erreichen Sie, dass die Wärmepumpe erst nach Erreichen dieser Maximaltemperatur im Referenzraum (Standort Fernbedienteil) die Wärmepumpe abschaltet.

Hier gilt es zu erwähnen, dass die WP dann effizient arbeitet, wenn sie nicht ins Takten kommt, daher die relativ hohe Temperaturvorwahl. Die WP wird versuchen, den gewünschten Wert zu erreichen, unterstützt wird sie dabei durch die möglichen internen bzw. externen Gewinne. Sind diese nicht, oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kommt die Zusatzheizung (ZH) über die PTC-Heizelemente zum Tragen. Dazu ist es notwendig, diese Elemente über die Taste ZH an der Fernbedienung freizugeben.

Jeder Zuluftraum ist mit einem weiteren Raumthermostat ausgerüstet, über den jetzt (im Gegensatz zur WP) die Raummindesttemperatur  eingestellt wird. In der Praxis bedeutet dies, dass immer dann, wenn die im jeweiligen Raum eingestellte Temperatur nicht erreicht wird, die zum Raum gehörigen PTC-Elemente die WP nur solange wie nötig unterstützen. Ist der Raummindestwert erreicht, schalten sich die Elemente sofort wieder weg. Somit ergänzen diese Heizelemente die WP nur solange wie nötig. Kommen überraschender Weise interne/externe Gewinne, wird die ZH im betroffenen Raum sofort abgeschaltet. Natürlich kann dies im benachbarten Raum evtl. ganz anders aussehen. Keinesfalls sollten im Fernbedienteil und am Raumthermostat dieselbe Temperatur eingestellt werden, da ansonsten sowohl die Wärmepumpe, als auch die PTC-Heizelemente ins Takten kommen. Dieser Zustand ist energetisch nicht lukrativ, da dabei die WP einen zu geringen Betrag leistet und somit unter ihren Möglichkeiten bleibt.

Selbstverständlich kann und  soll unser heutiger Blogbeitrag nur eine Empfehlung auf der Basis unserer Erfahrungen sein. Gerne sind wir auf Ihre Erfahrungen gespannt.

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1.084 KOMMENTARE
von Jochen Schreck
18. Mar 2011, 18:42
Hallo zusammen,

@SchwörerHaus:
Wie sollen wir Kunden das verstehen, Sie "hatten nicht erwartet, dass das Interesse so groß ist"? Selbstverständlich ist uns Kunden wichtig, in der heutigen Zeit unsere Heizungsanlage auf möglichst optimalem Niveau zu betreiben! Selbstverständlich möchten wir vergleichen und dadurch sehen, ob wir alles richtig machen und auch, ob Sie alles richtig gemacht haben. Klar gibt es Kunden, die von Technik weniger Ahnung haben und einfach einem Haushersteller vertrauen und die Heizungsanlagen einfach so betreiben, wie sie eben ist. Aber es gibt auch genauso viele, die kritisch hinterfragen, ob es nicht auch besser geht. Und ich behaupte, da ist noch jede Menge drin! Und das Witzige dabei ist, dass sich vieles durch eine verbesserte Steuerung bzw. Software erledigen lassen würde, ohne die eigentlich Hardware anzurühren (bis auf diese autarken Primitiv-Thermostate für die PTC-Elemente). Ich hatte ja schon einige Gespräche mit mehreren Personen vom Schwörer-Service, jedoch scheint von Seiten Schwörer hier wenig Bereitschaft zu bestehen, etwas zu ändern. Vielleicht bringen Ihnen aber die Erfahrungen, die hier auf der Plattform dargelegt werden, neue Erkenntnisse, um dieses meines Erachtens nach eigentlich hervorragende Konzept der WärmeDirekt-Heizung weiter zu optimieren. Insgeheim hoffe ich natürlich, dass solche Optimierungen dann auch uns Bestandskunden zugänglich sein werden, z.B. durch Nachrüstungen, Software-Updates etc.

@Frank Schmitt:
Naja, vielleicht kann man ja über diesen Zugang auf das Steuergerät einiges mehr sehen, aber wieso wird das dann nicht gleich in der normalen Statusansicht dargestellt? Für uns Anwender sind diese Informationen mit absoluter Sicherheit wertvoll, um unsere Anlagen zu optimieren! Ich sagte ja bereits, softwareseitig gibt's hier noch einigen Nachholbedarf. Ein besseres Steuer- / Bediengerät wäre hier Gold wert.
Vor den Abluftstutzen habe ich keine Filter. Die verschmutzen auch nicht wirklich. Und das bischen Staub kann man auch mal absaugen. In der Küche hat Schwörer ja einfach ein Vlies hinter den Abluftstutzen auf eine Drahtfeder gelegt. Das ist Oberpfusch meiner Meinung nach! Um den Filter auszutauschen, muss man den Abluftstutzen abnehmen, was aber sehr unkomfortabel ist, da die Federklemmung nicht gerade dafür gebaut ist, ständig herausgenommen zu werden. Ich werde mir wohl hier mal etwas bauen, was VOR dem Abluftstutzen filtert. Ohne Filter möchte ich in der Küche aber nicht sein, da hier eben viel Fett in der Luft anfällt.
Das mit der Sommerleerkassette hört sich interessant an! Was hat die denn gekostet? Ich kann mir gut vorstellen, das der Teil der Luft, der bei geöffnetem Bypass immer noch durch den Wärmetauscher gezogen wird, die Effizienz der "Kühlung" über den EWT und auch die aktive Kühlung vermindert. Gibt's da eine Bestellnummer?
Hinsichtlich Kaminofen kann man den natürlich auch finanziell als rentabel bezeichnen. Was man jedoch nicht vernachlässigen darf, ist das "Kaminfeeling" im Winter, was ein nicht zu vernachlässigendes Plus an Lebensqualität bedeutet.

@Peter Kruschwitz:
Klar, das Steuergerät der WGT darf nicht im direkten Strahlungsbereich des Ofens liegen. Deshalb sitzt das bei uns "um's Eck" im Küchenbereich des L-förmigen Wohn-Ess-Küchenbereichs. Da bekommt es dann doch eher die Lufttemperatur mit und wenn es nicht direkt vor dem Backofen sitzt, sind die Wärmequellen in einer Küche eher vernachlässigbar. Die Tatsache, dass jede warme Wand selbst auch wieder zur Wärmestrahlungsquelle wird, darf man natürlich nicht vernachlässigen.
Aber gerade DASS ist ja auch das geniale an einem hochgedämmten Schwörer-Haus: Man bekommt mir sehr wenig Heizaufwand schnell eine wohlige, zugfreie Wärme ins Haus. Wo keine abkühlende Luft an den Wänden und Fenstern abfällt, gibt's auch kein "Zuggefühl". :-)
Wenn die Wärmepumpe im WGT ausgeht, werden die anderen Räume halt nicht mehr so gut geheizt! Deshalb senke ich ja auch nicht ab. Das Ganze kann man natürlich nur bei richtigem Frost machen, sonst wird das Haus zu warm, wenn man's mit dem Ofen übertreibt. Auf der anderen Seite kann man dadurch auch den Holzverbrauch minimieren. Alles in Allem wird sich da wohl aber der Holz- und Stromverbrauch wieder die Waage halten und so bleibt's einem selbst überlassen, wie man es lieber mag. Meine Frau und ich haben sich gut an das Schlafen in einem warmen Schlafzimmer gewöhnt. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Bezüglich der trockenen Luft: Ich bin überzeugt, dass bei korrekter Lüftung auch in Häusern ohne zentrale Be-/Entlüftung die Luft im Winter bei Frost schnell sehr trocken wird. Das liegt einfach an der Tatsache, dass die relative Luftfeuchte nach dem Aufheizen auf Raumtemperatur einfach sehr niedrig ist. Und das ist's egal, ob ich ein Fenster aufmache oder die Lüftung läuft. Es wird wohl eher so sein, dass viele Leute im Winter eben viel zu wenig lüften und deshalb die Luftfeuchte auf hohem Niveau verbleibt. Wir haben hier jedenfalls jede Menge Zimmerpflanzen stehen. Auf dem Kaminofen ist eine Verdampferschale. Einen elektrischen Luftbefeuchter haben wir auch. Jedoch geht hier nur destilliertes Wasser - sonst hat man wirklich eine Kalkschleuder.

Ich selbst möchte die zentrale Be-/Entlüftung jedenfalls nicht mehr missen. Die Vorteile sind den Nachteilen bei Weitem überlegen.

Wie war denn das überhaupt gemeint mir "Luftansaugung einmal pro Jahr aussaugen"? Sind da die Abluft-Ansaugungen im Haus gemeint oder die Frischluft-Ansaugung draußen?

Das hygienische Problem bei aktiver Feuchtezuführung direkt in der Lüftungsanlage sehe ich ebenfalls kritisch. Hier könnte man sich schnell Bakterien und Pilze einhandeln. Da ist wohl ein passabler "Zimmerdschungel" die gesündere Alternative. :-)

@Anja Dreyer:
Also, Luftfeuchten unter 20% sind mir unbekannt! Wir haben hier minimal 25% aufwärts. Liegt's vielleicht an den Lüfterstufen? In den Nachtstunden ab 23.00 Uhr könnte man auf Lüfterstufe 1 laufen lassen bis morgens vor dem Aufstehen. Damit würde auch weniger feuchte Luft abgeführt werden.

Vielleicht liegt's wirklich an der sehr offenen Bauweise bei Euch? Können das andere Anwender bestätigen hier?

Viele Grüße,
Jochen Schreck
von Bruno R.
18. Mar 2011, 10:29
Hallo Rudy,

wir haben ebenso ein Passivhaus von Schwörer. Deshalb lässt sich das ganz gut vergleichen.

1. Ich kenne mich nicht so sehr in der Stromlandschaft aus, habe aber den für uns idealen Versorger!

2. Es kann keine gesetzlichen Vorschriften zu Wärmepumpentarifen geben, denn sonst müssten alle Energieversorger (vom Stadtwerk bis zum Großkraftwerksbetreiber) diese Tarife anbieten. Dies ist nicht der Fall. Einige Energieversorger, zum Beispiel die EnBW, bieten einen solchen Tarif an. Dabei kostet die KWh HT 0,15 € und die KWh NT 0,10 €. Bedingung: 3 mal täglich wird der Strom abgestellt (morgens, mittags, abends) für je ca. 1 - 1,5 Std., also in den Spitzenlastzeiten. In dieser Zeit kann dann nicht geheizt werden (nur PTC, nicht WP). Wer nun bei der EnBW auch seinen Haushaltsstrom bezieht, bekommt für den Bezug des verbilligten Heizstroms (WP-Tarif) einen ermässigten Grundpreis auf den WP-Tarif, z. Zt. 60,-€/a. Für den Haushaltsstrom wird ein Grundpreis von 90,- €/a angesetzt. Wer bei der EnBW nur den Heizstrom (WP - Tarif) will und den Haushaltsstrom von einem anderen Anbieter holt, der bezahlt einen Grundpreis von 120,- €/a.

Folgende Modelle:

A. Haushaltsstrom und Heizstrom (WP + PTC) von EnBW. Stand Januar 2011.

Haushaltsstrom 2200 KW/a x 0,24 € = 528,- €
Grundpreis = 90,- € 618,- €

Heizstrom 1000 KWh HT x 0,15 € = 150,- €
500 KWh NT x 0,10 € = 50,- €
Grundpreis = 60,- € 260,- €
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gesamt Modell A. 878,- €


B.

Haushaltsstrom von Ökostromanbieter (hier: EWS Schönau) und Heizstrom von EnBW. Januar 2011.

Haushaltsstrom 2200 KWh/a x 0,24 = 528,- €
Grundpreis = 82,80 € 610,80 €

Heizstrom HT 1000 KWh x 0,15 = 150,- €
Heizstrom NT 500 KWh x 0,10 = 50,- €
Grundpreis = 120,- € 320,- €
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gesamt 930,80 €


Modell C.
Haushaltsstrom und Heizstrom von Ökostromanbieter (hier: EWS Schönau). Januar 2011

Haushaltsstrom 2200 KWh/a x 0,24 € = 528,- €
Heizstrom 1500 KWh/a x 0,225 € = 337,50 € (WP - Tarif)
Grundpreis = 82,80 €
----------------------------------------------------------------------------------
Gesamt 948,30 €

Wie Sie sehen, lässt sich durch den Bezug von Haushaltsstrom und Heizstrom vom selben Versorger, wenn er denn zwei Tarife anbietet, einiges sparen, aber wirklich nur, wenn der Verbrauch im Haus (sehr) hoch ist. Je geringer der Verbrauch, desto eher lohnt es sich, auf den spreziellen WP-TArif zu verzichten, weil dann auch der zusätzliche Grundpreis entfällt. Würde man also auf den WP - Tarif der EnBW verzichten, sparte man 60,- € Grundpreis (Modell A.). Bei einem PReis von 0,24 €/KWh sind das aber auch nur 250 KWh/a.

Weil die Mehrkosten von Modell C. gegenüber Modell A. nur 70,- € betragen, haben wir uns für Modell C. entschieden. Damit haben wir, wie die Ereignisse der Tage zeigen, den richtigen Weg beschritten. Überdies produzieren wir mit Photovoltaik auf dem Dach pro Jahr 6200 KWh klimadienlichen Strom.

3. Bezüglich des Wechsels setzen Sie sich mit dem künftigen Versorger Ihrer Wahl in Verbindung. Der erledigt alles für Sie! Einfacher geht es wirklich nicht.


Mit freundlichem Gruß

Bruno R.
von Rudy
17. Mar 2011, 15:30
Hallo mal wieder,

ein bisschen weiter oben wird was von Wärmepumpentarifen geschrieben.
Unser lokaler Anbieter meint, ein solcher wäre beim Betrieb einer WP Pflicht. Ich hatte mich über die günstigeren Arbeitspreise gefreut - bis ich mal gerechnet habe und feststellte, dass ich durch den zusätzlichen Grundpreis für den zweiten Zähler und den geringen Energieumsatz in meinem Passivhaus dadurch Mehrkosten habe.

Kennt sich hier jemand in der "Stromlandschaft" diesbezüglich aus ?
Gibt es tatsächlich gesetzliche Vorschriften dazu ?
Wie könnte dann ein Wechsel des Stromanbieters vor sich gehen ?
von Albrecht Schwarz
10. Mar 2011, 07:52
Hallo Herr Kruschwitz,

Austausch ist immer gut, deshalb führen wir ja auch diesen Blog.
Wir sind erstaunt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. Das zeigen auch die Anmeldungen zum Workshop.
Derzeit haben wir für Weißenthurm und Oberstetten Workshops geplant, werden aber aufgrund des starken Interesses noch weitere Termine anbieten. Mit Sicherheit werden wir auch für den Raum Nord-Ost noch einen Termin in Coswig anbieten.
Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Ihrer Erfahrungen für den derzeit noch nicht terminierten Workshop Zeit finden würden.
von Daniela
09. Mar 2011, 15:41
Hallo Herr Schwarz,

vielen Dank für die Einladung zum Workshop zum Frischluft-Heizsystem. Leider sind beide angegebenen Orte so weit weg von unserem Haus, dass wir nicht daran teilnehmen können, obwohl uns das Thema aufgrund eigener Unsicherheit mit dem Umgang der Heizung brennend interessiert.
Daher meine Frage:
Wäre es eventuell möglich, auch noch im Ausstattungszentrum Coswig (oder gern anderswo in Nord(Ost-)Deutschland) diesen Workshop durchzuführen?

Vielen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen
Daniela.
von Peter Kruschwitz
08. Mar 2011, 23:39
Hallo BloggerInnen,

ich verfolge dieses Forum schon seit längerem und finde es klasse, auf die Art und Weise in Erfahrungsaustausch zu treten.

Wir wohnen seit Anfang 2009 in einem Schwörer WDH mit 32cm Außenwänden, Kellerdecke Beton und Unterdämmung, erhöhter Dachdämmung 28 cm und 3-schicht verglasten Fenstern (WärmeGewinnhaus 2.0, so die Bezeichnung). Ein EWT-Rohr ums Haus, pro Etage ein raumluftunabhängiger Gußofen (5kW) und ein Warmwasser Solarthermiesystem runden die Energiesparmaßnahmen ab. Es leben hier 2 Familien auf insg. 190 qm Wohnfläche (DG als Einliegerwohnung).

Klasse Artikel von @Jochen Schreck! Kann ich nur unterstützen. Unsere Erfahrungen sind ähnlich. Wir sehen ebenfalls erhebliches Optimierungspotential bei der Regeltechnik. Etwas mehr Präzision bei den Thermostaten wäre schon ein guter Anfang. Von enormer Wichtigkeit ist die Positionierung der WGT Fernbedienung im Pilotraum (zu nahe an internen Wärmequellen, z.B. Ofen, aber auch Küche, provoziert eine baldige Abschaltung der Wärmepumpe und ein Anspringen der PTC Elemente in den übrigen Räumen).

Prinzipell gilt auch für uns: mindestens eine Differenz von ca. 4-5 Kelvin zwischen WP-Thermostat (24 Grad) und PTC Elementen (20 Grad) im Pilotraum lassen. Das verhindert allerdings nicht, dass beim in der Regel abendlichen Heizen des Ofens in unserer Wohnküche die Temperatur ratz fatz dank prima Isolierung und guter Speichereigenschaften des Baukörpers auf 25 - 28 Grad ansteigt und die Wärmepumpe ausgeht. Dies kann man nur dann umgehen, wenn man das Thermostat an der WGT auf 28 oder 30 Grad stellt. Und dann arbeitet die WP 24h lang, da sie (bei abgeschalteten PTC-Elementen) winters "nur" niemals die 28 oder 30 Grad Raumtemperatur schafft.

Wir haben die Erfahrung gesammelt, dass es energiesparender ist, wenn abends die WP dank Ofen anheizen eben ausgeht, die Wohnküche warm bis zum Morgen bleibt, und die PTC Elemente nachts (kurzzeitig) anspringen, um im Schlaf- und Kinderzimmer die von uns favorisierten 19-20 Grad zu halten. Insofern stimmen wir überein mit dem Bericht von @Frank Schmitt.

@Anja Dreyer: Unsere Erfahrungen mit der zu trockenen Raumluft winters sind ähnlich negativ. Die körperlichen Symptome treten auch bei uns auf. Die Schleimhäute trocknen aus, die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten steigt. Das gute Image der kontrollierten Wohnraumlüftung bekommt an dieser Stelle einen Kratzer. Ich mich bereits mit Hr. Schwarz über das Problem unterhalten. Seine Argumente waren nicht von der Hand zu weisen. Die trockene Luft im Winter beruht auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Vielgepriesene Anlagen mit automatischer Luftbefeuchtung sind aber ein enormes Hygieneproblem. Es gibt trotz regelmäßigem Filterwechsel (das ist enorm wichtig!) Staubablagerungen im Lüftungssystem. Die Luftansaugungen saugen wir deshalb mindestens 1x pro Jahr vorsichtig aus. Ins Absaugventil der Küche gehört trotz leistungsfähiger und stets gereinigter Umluftabzugshaube ein Fettfilter.

Staub in Verbindung mit Feuchtigkeit ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko - das Lüftungssystem mutiert zur Bakterienschleuder. Da die Schwörer WGT frühlings, sommers und im Herbst ein frisches und angenehmes Raumklima schafft, muss man im Winter eben abwägen zwischen feuchter Luft mit drohendem Schimmelbefall und permanentem Zwang zum manuellen Lüften wie in herkömmlichen Häusern oder bequeme automatische Frischluftzufuhr mit zu trockener Luft. Was tun?

Wir vermeiden Wasserschalen oder elektrische Luftbefeuchtergeräte - bei fehlender Reinigung holt man sich eine Kalk- oder Bakterienschleuder ins Haus. Da es winters am frühen Morgen draußen am kältesten ist, programmieren wir unsere WGT mit Lüfterstufe 0 von 5:00 Uhr bis 8:00 Uhr. Durch die gute Isolierung bleibt das Haus locker warm, die kalte Luft wird ausgesperrt. Statt das Wasser morgens im (geschlossenen) Wasserkocher zu brühen, nutzen wir einen oder zwei größere Töpfe auf dem Herd ohne Deckel. Außerdem sind die meisten Grünpflanzen auf Hydrokultur gesetzt. Somit schaffen wir mindestens 30 % Luftfeuchte schon kurz nach dem Aufstehen. Schwörer sehen wir aber dennoch am Zug, das Problem mit der Luftfeuchte anzugehen. Ein "weiter so" scheint uns zu kurz gedacht.

@Herr Schwarz: Seit fast 2 Jahren erfassen wir täglich im Excel die Energieverbrauchswerte (Haushaltstrom, WGT Strom incl. Warmwasser). Ein Klimalogger ergänzt die Statistik mit insg. 5 verschiedenen Temperatur- und Luftfeuchtewerten im Haus und auch die Außentemperatur aller 4 Stunden. Diese Daten aufbereitet mit den zugehörigen täglichen Energieverbräuchen bietet die Möglichkeit, u.a. das Speicherverhalten des Baukörpers zu veranschaulichen, oder die Temperatur- und Luftfeuchtekurven parallel zu den Außentemperaturen mit den Energieverbrauchswerten zu bestaunen. Die Auswertung kann je nach Bedarf wochen- monats- oder jahresweise erfolgen. Die Heizperioden können ebenfalls verglichen werden. Bedienungs- und Steuerungsfehler bei der WGT sind rasch erkennbar.

Was halten Sie von dem Vorschlag, das interessierte Schwörerkunden sich vernetzen und bezogen auf den Endenergiebedarf (!), d.h. kWh/qm Gebäudenutzfläche *a (die häufigen Aussagen im Blog, so und so viel kwH pro Tag/ oder pro Saison sind nicht vergleichbar!) in regelmäßigen Abständen ihre Werte erfassen und melden. Somit kann seitens des Kundendienstes rasch auf Fehlbedienungen oder erforderliche Nachjustierungen der WGT reagiert werden. Die 4 EVU in der BRD werden ihre Strompreise unangefochten weiter steigen lassen, und das Energieeinsparpotential durch die WGT's in den vielen Schwörer-Häusern ist noch längst nicht erschöpft. Davon profitieren zum Nachsehen der EVU die Schwörer Kunden und die Umwelt.
Ich weiss nicht, wann und wo der im Blog erwähnte Workshop Frischluft-Heizsystem stattfindet. Vielleicht gibts einen Weg, unsere Erfahrungen, Daten und Auswertungen einfließen zu lassen.

Grüße aus dem Osterzgebirge von Peter Kruschwitz
von Albrecht Schwarz
04. Mar 2011, 07:18
Hallo Torsten,

ich vermute auch, dass mit der Leistungsangabe des EVU's die max. Leistung im Sondertarif gemeint war.
Im Anhang finden Sie 2 Datenblätter als PDF. Bitte stören Sie sich nicht an BauInfoCenter Lüftungstechnik, es handelt sich dabei um einen Unternehmensbereich der SchwörerHaus KG.

Datenblatt (WRG134BPHK, WärmeRückGewinnung): https://www.schwoererhaus.de/wp-content/uploads/BIC_WRG134BPHK.pdf
Datenblatt (Frischluftheizung): https://www.schwoererhaus.de/wp-content/uploads/BIC_Frischluft.pdf



von Torsten
02. Mar 2011, 12:16
Hallo Herr Schwarz,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Frage des Energieversorgers bezog sich wohl auf die maximale Leistungsaufnahme der Anlage (also wenn z.B. ohne Unterstützung der Solaranlage warm Wasser über Strom erzeugt wird und die PTC-Heizelemente voll heizen) um die Hauptsicherung entsprechend zu dimensionieren.
Kann ich (bei Schwörer / im Internet) ein Datenblatt zur Luft/Luft-Kleinwärmepumpe abrufen?
Vielen Dank!!

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