Bauherren - Eigenleistungen

Einfamilienhaus mit Carport
Redaktion SchwörerHaus

von Redaktion SchwörerHaus

Da ich bei SchwörerHaus für die Qualitätssicherung zuständig bin, komme ich auch mit vielen Kunden ins Gespräch. Dabei werden dann immer wieder viele Fragen zu Materialien gestellt, denn Kunden möchten bei ihrem Eigenheim oft auch selbst mit anpacken und damit Geld sparen. So kommen häufig Fragen, wie man es richtig macht und welche Materialien man verwenden sollte bzw. welche Voraussetzungen bei der Produktauswahl zu beachten sind.

Die meisten Arbeiten, die Bauherren gerne selbst machen wollen, sind die Maler- und Bodenbelagsarbeiten. Hier lassen sich mit wenig Gerätschaften einige Arbeiten in Eigenregie herstellen und der Kunde kann so seinen Maßstab an Qualität selbst festlegen. Ich möchte an dieser Stelle kurz auf das Thema der Wandbeschichtung eingehen, denn viele Bauherren wählen aus optischen Gründen gestrichene Wandflächen oder flächige Putze und Spachteltechniken aus den unterschiedlichsten Formen und Farben aus. Hierbei wird leider sehr oft nicht berücksichtigt, dass sich Wände (egal ob in Massiv- oder Holzbauweise) bewegen.

Durch die dünnen Putze und Farbbeschichtungen werden diese Bewegungen nicht aufgenommen und es führt zu feinen Rissen in der Endbeschichtung, was man natürlich optisch erkennen kann und sich dann fragt, woher das jetzt kommt. Um dies zu verhindern, muss zuerst eine Entkopplungsschicht in Form einer aufgeklebten Armierungsschicht auf den Wandflächen aufgebracht werden, bevor dann der Endbelag eingebaut wird. Dadurch werden die Bewegungen zwischen Wand und dem Endbelag aufgenommen und der optische Endbelag bleibt rissfrei. Ein kleiner aber wichtiger Punkt, den man optisch nicht sieht, der aber das Endergebnis langfristig schön bleiben lässt.

Ich wünsche mir, dass viele Bauherren diesen Bericht lesen und diese Information auch in ihre Überlegungen mit einbeziehen und ich würde mich freuen, wenn es hierzu auch Rückmeldungen oder Fragen gibt.

107 KOMMENTARE
von Dejan
29. Jul 2011, 00:50
Hallo,
unser Dachstudio ist, wie im oberen Beitrag bereits erwähnt, nicht ausgebaut, aber vorbereitet. Wir haben oben Strom, für die Heizung und das Wasser sind aber Leitungen nach oben gezogen.
- Was muss ich dann also noch tun, um oben z.B. fliessendes Wasser zu haben? Die Leitungen stehen aus dem Boden heraus. Muss ich was im Keller anschliessen? Wenn ja was?
- Was muss für den Toilettenabfluß gemacht werden? Ich sehe oben zwar ein dickeres Rohr, das scheint aber Richtung Dach zu führen, da ist also kein Rohranfang zu sehen. Ist das bei allen Häusern so vorbereitet, sprich, können Sie mir dazu eine "Ferndiagnose" geben oder ist es da besser, ich wende mich an unseren Bauleiter?
- Eine nächste Frage betrifft Aussenlampen: Wie/Mit welchen Schrauben/Dübeln kann man Aussenleuchten anbringen? Ich habe da etwas "Skrupel", einfach Löcher in die Aussenwand zu bohren. Bei den Aussenleuchten sind fünf Adern. Ich nehme an, das ist für eventuelle Bewegungs- oder Lichtsensoren, oder?

Ein Vorschlag an SchwörerHaus von mir ist, solche Sachen, wie z.B. Ausbau Dachstudio, Anbringung Ausenleuchten (mit welchen Schrauben), Vorschlag eines Aufbaus vom Kellerboden, in einer kleinen "Tippsammlung" zusammenzufassen und dem Bauherrn übergeben. Nicht jeder Bauherr hat schon vorher ein Haus gebaut und kennt sich damit aus. Bei der Hausübergabe wird zwar Vieles aber doch nicht Alles gesagt; und nicht alles, was gesagt wird, wird auch zu 100% behalten.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
Viele Grüße
Dejan
von Tanja
28. Jul 2011, 16:48
Hallo Herr Kuhn,
ich habe nun auch noch eine Frage zum Thema Streich-/Rollputz:
unser Bauleiter meinte bei der Hausübergabe, wenn Streich-/Rollputz, dann sollte dieser auf Kunstharz-Basis (statt mineralisch) sein um spätere Risse zu vermeiden -> könnte in diesem Fall auf ein Anstrichvlies verzichtet werden oder ist eine Armierungsschicht dennoch notwendig?
Wie sähe es mit einer Flüssigraufaser aus? Wäre hier ebenfalls eine Armierungsschicht notwendig?
Herzlichen Dank für Ihre Antwort & freundliche Grüße,
Tanja
von Tobias Kuhn
30. May 2011, 16:06
Hallo Herr Dejan,
die Lattung die Sie beschrieben haben, ist die 24/70 Lattung, welche werkseits auf die Dachelemente aufgebracht wird. Diese Lattungsebene wird auch als Konterlattung bezeichnet. Um die Decke verkleiden zu können, muss bauseits zusätzlich eine 2. Lattungsebene installiert werden. Die Lattung verläuft quer zu der ersten Lattungsebene (Konterlattung). Hierfür können beispielsweise 40/48mm Hölzer benutzt werden. Die Einteilung der Lattung ist variabel und richtet sich nach dem Deckenbelag, welcher auf der Lattungsebene befestigt wird.
Durch die Konterlattung wird der Deckenbelag von den Dachsparren entkoppelt. Außerdem ist in der Lattungsebene eine unkomplizierte Leitungsführung möglich.
Wenn Sie Gipskartonbauplatten als Deckenbelag anbringen möchten, sollten Sie bei der Latteneinteilung auf den maximal möglichen Lattenabstand achten. Dieser gibt in der Regel der Hersteller der Gipskartonbauplatten vor.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen viel Erfolg beim anbringen der Konterlattung und des Deckenbelags.
von Frank
26. May 2011, 22:38
Hallo Frau Potell!
Sie schreiben: "In der Höhe 2090 mm ab Oberkante Kellerdecke bzw. Bodenplatte." Wieviel mm Fußbodenaufbau muß abgezogen werden? Nur der gewünsche Bodenbelag (bspw. Fliessen 10mm)? Wir haben Fußbodenheizung (lt Plan im EG 9,5cm, im OG 10,8cm), diese muß ich vermutlich zusätzlich von den 2090 mm auch abziehen, richtig? Ist es richtig, dass sich dadurch die Tür-Höhen im EG und OG unterscheiden?
Lt. Plan haben wir eine Flurtür 1,00 sowie Speisekammer 62, sind das die richtigen Maße?
Danke für eine Nachricht.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Reutter Kom. 34286
von Dejan
25. May 2011, 16:19
Hallo,
ich habe eine Frage zum Ausbau des Dachbodens.
Unser Haus hat ein Dachgeschoß mit der Stufe "ausbaufähig". Das Dach ist ja schwörerseitig sehr gut isoliert. Man sieht also diese weiße Folie und die Querlattungen. An einer Dachseite sieht man auch die Leitungen der Solaranlage, die breiter/tiefer sind als die Querlattungen.
Unser Bauleiter sagte mir damals, wenn ich mal das Dachgeschoß ausbauen will, darf ich die Rigipsplatten nicht an diese Querlattungen anbringen. Da die Solarleitung ja eh breiter ist als diese Lattungen könnte ich es sowieso nicht machen. Aber wenn ich es aber nicht an diese Lattungen anbringen darf, wie dann? An irgendwas muss ich ja eine Konstruktion befestigen, an der dann die Rigipsplatten angebracht werden.

vielen Dank
Dejan
von Tobias Kuhn
06. May 2011, 13:47
Im letzten Kommentar wurde richtig erwähnt, dass der Mehrpreis für die Vliestapete größtenteils auf den Zeitaufwand für die Untergrundvorbereitung zurückzuführen ist. Ob die verbesserte Oberflächengüte den Mehrpreis wert ist, muss jeder Bauherr für sich individuell entscheiden da auch hier die Ansprüche sehr unterschiedlich sind.
Es ist in der Tat so, dass das Verspachteln und das anschließende Verschleifen der Wandflächen incl. Ecken und Übergänge eine Arbeit ist, dessen Ergebnis von vielen verscheiedenen Faktoren abhängig ist. Nicht zuletzt spielt hier das handwerkliche Geschick des Malers eine wichtige Rolle. Unter anderem sind aber auch Farbgestaltung der Oberfläche, Belichtung und die Größe der zu beurteilenden Fläche, usw. maßgeblich für die Gesamterscheinung der Oberfläche.

@Max:
Ich kann Ihnen gerne anbieten, dass wir uns mal über die Wandflächen in Ihrem Haus unterhalten. Sie erreichen mich telefonisch unter der Nummer 0738716302. Ich bin sicher, dass wir auch hier eine Lösung finden werden.
von Max
26. Apr 2011, 13:20
Bei glatten Vliestapeten kann ich dem Bauherrn nur raten das genauestens und unter verschiedenen Lichtverhältnissen zu kontrollieren.
Der Trupp arbeitet schnell, oftmal sicher auch zu schnell - so entstehen leider Fehler und das Schleifen wird schludrig oder es sind Einschlüsse unter der Tapete.
Wir wissen wovon wir reden denn wir haben glatte Vliestapeten, leider desöfteren nicht optimal geschliffen sondern unsauber. Das merkt man in der Bauphase leider kaum wenn dann aber alles weiss gestrichen ist und man dann eingezogen ist sieht man jede Welle. Unserer Meinung den Mehrpreis nicht wert denn der bezieht sich ja gerade auf den grösseren Arbeitsaufwand, das Material spielt da keine Rolle.
von Tobias Kuhn
26. Apr 2011, 12:00
Wenn Sie sich für unsere Vliestapete entscheiden, ist eine Untergrundvorbereitung in Q3 Qualität erforderlich. Diese zusätzlich anfallenden Arbeitsschritte sind in dem Mehrpreis für die glatte Vliestapete bereits berücksichtigt.

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