Der Ablauf des Baugenehmigungsverfahrens in Frankfurt am Main folgt klar geregelten Schritten, die Bauherren frühzeitig kennen sollten. Zuständig ist die Bauaufsicht der Stadt, bei der alle Anträge eingereicht werden.
Seit 2025 erfolgt die Antragstellung in Frankfurt ausschließlich digital über das Bauportal Hessen. Der Prozess beginnt in der Regel mit der Zusammenstellung aller Unterlagen durch einen Architekten oder Bauingenieur. Dazu gehören Bauzeichnungen, Lageplan, Baubeschreibung, statische Nachweise sowie Angaben zur Erschließung und Entwässerung.
Nach Einreichung prüft die Bauaufsicht zunächst die Vollständigkeit der Unterlagen. Fehlende Dokumente werden nachgefordert, wodurch sich der Prozess verzögern kann. Erst wenn der Antrag vollständig ist, beginnt die eigentliche Prüfphase. Dabei wird kontrolliert, ob das Vorhaben den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht, etwa dem Bebauungsplan oder der Hessischen Bauordnung.
Parallel werden bei Bedarf weitere Stellen beteiligt, beispielsweise Fachbehörden oder Versorger. Auch Nachbarn können in bestimmten Fällen einbezogen werden, etwa wenn Abweichungen von Abstandsflächen geplant sind.
Die Bearbeitungsdauer liegt bei vollständigen Unterlagen im Regelfall bei bis zu drei Monaten. In komplexeren Fällen kann die Frist verlängert werden. Wird innerhalb dieser Frist keine Entscheidung getroffen, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Genehmigungsfiktion eintreten.
Nach positiver Prüfung erhält der Bauherr die Baugenehmigung und darf mit dem Bau beginnen. Wichtig: Die Genehmigung ist zeitlich befristet und setzt voraus, dass das Vorhaben wie genehmigt umgesetzt wird.
Eine frühzeitige Abstimmung mit Architekt und Bauaufsicht sowie vollständig eingereichte Unterlagen sind entscheidend, um Verzögerungen im Verfahren zu vermeiden.