Verschiedene Kellerarten

Von Basiskeller bis Wohnkeller: So wählen Sie die passende Lösung

Haus mit oder ohne Keller

von Manfred Hölz

Viele Baufamilien entscheiden sich für einen Keller, denn er bringt unverzichtbaren Stauraum und das zu einem vertretbaren Preis. Bei der Wahl des passenden Kellers ist eine fundierte Beratung ebenso wichtig, wie ein Bodengutachten eines Geologen für das jeweilige Grundstück.

Denn der Schein kann trügen was augenscheinlich unauffällig aussieht kann spezielle Schichtungen aufweisen, die wasserstauend sind. Beim Bodengutachten werden Proben tiefer als die Gründungssole genommen, erst das verschafft die notwendigen Erkenntnisse.

Basiskeller

Der sogenannte Basiskeller kann ausgeführt werden, wenn anfallendes Wasser im Untergrund versickert oder durch eine Drainage dauerhaft geregelt abgeführt werden kann.

So kann eine Baugrube mit Keller aussehen:

Kellerzeichnung

Anfallendes Wasser kann ungehindert im Untergrund versickern:

Kellerzeichnung-2

Anfallendes Wasser kann über eine Drainage abgeführt werden:

Kellerzeichnung-3

Der wasserundurchlässige Keller

Der wasserundurchlässige Keller als sogenannte „Weiße Wanne“ kann als Nutzkeller ausgeführt werden, wenn anfallendes Sickerwasser nicht abgeführt werden kann und sich Grundwasser aufstaut. Spezielle Betonzusammensetzung + geprüfte Abdichtelemente an Stoßfugen Wand/Wand und Wand/Bodenplatte.

Der wasserdichte Keller

Der Wohnkeller hat eine wasserdichte Wanne zur höherwertiger Nutzung, wie Hobby-, Büro-, Wohnraum etc.. Eine so genannte höherwertige Nutzung besteht bereits, wenn beispielsweise Gegenstände wie Kleidung, Bücher, Büromaterial etc. im Keller gelagert werden sollen. Es ist im Prinzip ein Keller, der von einer umlaufenden Spezialabdichtungsbahn (Frischbetonverbundfolie) umhüllt ist – auf den Außenseiten und unter der Bodenplatte mit Gewährleistung (5 Jahre). Die Frischbetonverbundfolie wird im Werk bereits in den Wänden eingelegt. Die komplette Bodenplatte wird vor Ort von einem Abdichtungsspezialisten mit der Frischbetonverbundfolie umhüllt. Der Fugenverschluss der Bauteilstöße erfolgt nach der Kellermontage.

Kellerzeichnung-5

Die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich aus der Grundstücksbeschaffenheit, den Bodenverhältnissen und Ihren Wünschen ergeben, beantworten wir mit einem umfassenden Kellerprogramm. Um die Gründung und Abdichtung festlegen zu können, benötigen wir ein aussagefähiges Bodengutachten, welches Informationen über notwendige Maßnahmen enthält.

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18 KOMMENTARE
von Manfred Hölz
21. Feb 2018, 08:19
Sehr geehrte Frau Jourdan,

wichtige Info: Energieeinsparverordnung beachten – alle beheizten Räume müssen in die EnEV-Berechnung mit aufgenommen werden. Sollten Sie KFW-Fördermittel in Anspruch genommen haben, wäre mit der KFW zu klären, ob eine Veränderung Ihres Effizienzstandards von der KFW akzeptiert wird. Denn in der Regel wird durch das hinzunehmen einzelner Kellerräume die Gesamtbilanz stark beeinflusst.

Wenn die KFW zustimmt, dann können (dürfen) Sie innenseitig auf jeden Fall dämmen. Welche Dämmung Sie verwenden, ist prinzipell egal. Wir bevorzugen nach jüngsten Entwicklungen Mineralwolle - auch im Kellerausbau. Dazu bauen Sie eine Art Gerüst/Gerippe mit Lattung/Kantholz, welches auf die Wand gedübelt wird. (Vollständigkeitshalber sei gesagt: nicht zu tief bohren). Dazwischen kommt die Dämmung. Darüber die vollflächige Dampfbremse und darauf mind. 12,5 Gipsfaserplatten. Wichtig ist, dass Sie innen eine Dammbremse anbringen und diese an Stößen sowie an den Rändern zur Wand/Decke/Boden mit sehr gutem Klebeband ab-/ankleben – kein Baumarktprodukt (man möge mir verzeihen) – gehen Sie in einen Baustoffhandel. Gute Klebebänder sind teuer – erschrecken Sie nicht. Statt der Holzrippen könnten Sie auch Metall-Ständer auf Abstand stellen und zweilagig dämmen (wärmebrückenfreie Konstruktion).

Welchen Oberbelag Sie innen aufbringen, hängt m.E. von der Nutzung ab. Wenn Sie dauernd beheizte Räume einrichten, ist Tapete problemlos möglich. Wenn die Räume nur sporadisch genutzt werden und immer wieder auskühlen, ist besonders auf die richtige Lüftung zu achten (warme Luft nimmt Feuchte auf – kühlt diese aber ab, steigt die relative Luftfeuchte schnell an – je nach Luftverhältnissen kann eine erhöhte Lüftung erforderlich werden.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
von Sabine Jourdan
17. Feb 2018, 11:43
Hallo Herr Hölz,

wir haben einen Tricosal-Keller. Ist eine zusätzliche Dämmung von Innen möglich? Wenn ja, mit welchen Materialien. Was ist generell bei der Gestaltung dieser Kellerwände zu beachten? Z.B. welche Art von Tapeten oder Putz etc.

Grüße
Sabine Jourdan
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