FlyingSpace/Tiny House "Aktivhaus B10"

Minihaus als Fertighaus von SchwörerHaus

Aktivhaus B10 Weissenhofsiedlung

Forschungsprojekt Aktivhaus B10

Ein Aktivhaus, das aus nachhaltigen Quellen das Doppelte seines Energiebedarfs selbst erzeugt, das an anderer Stelle wieder aufbaubar ist und das vollständig wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden kann. SchwörerHaus konnte mit seinem Wohnmodul FlyingSpaces dazu beitragen, diese Vision in Form des Aktivhauses B10 Wirklichkeit werden zu lassen.

Ziel des Bauherrn SIS (Stuttgart Institute of Sustainability Stiftung e.V.) war es, ein zukunftsweisendes Gebäude zu erstellen. Nicht zuletzt wegen seiner vielfältigen Fertigungsmöglichkeiten, sah das Architekturbüro Professor Sobek in SchwörerHaus den richtigen Partner, um das Forschungsprojekt B10 zu verwirklichen. Der komplette Bau des Aktivhauses, bestehend aus zwei FlyingSpaces-Modulen, lag in den Händen von SchwörerHaus – mit Routinethemen wie Photovoltaik, Thermosolar, Fußboden-, Wand- und Deckenheizung. Aber auch mit Neuheiten und Weiterentwicklungen, wie die Integration eines Elektroautos, oder die klappbare Wand, die als Terrasse genutzt werden kann. Da SchwörerHaus einerseits auf seine Offenheit für Innovationen und andererseits auf seine lange Erfahrung bauen kann, war das Unternehmen in der Lage, die Planungen optimal umzusetzen und alle Vorgaben bestens zu erfüllen. Wie zum Beispiel die Installation der Technik auf kleinstem Raum oder die Minimierung der Wandstärken, die durch Einsatz von Vakuumdämmung erreicht wurde.

Projektbeschreibung

Aktivhaus B10 Stuttgart

Das Forschungsprojekt − nach seinem Standort im Bruckmannweg 10 kurz „B10“ genannt − ist ein Aktivhaus. Das Aktivhaus B10 ist so konzipiert, dass es 200% der Energie erzeugt, die es selbst benötigen wird. Es werden somit 100% Überschuss erwartet. Ein Teil wird direkt in die Elektromobilität der Bewohner fließen, zusätzliche Energie wird gespeichert. Wenn dieser Speicher voll ist, soll der dann noch ungenutzte Überschuss das unter Denkmalschutz stehende Haus, des Architekten Le Corbusier (seit 2006 Heimat des Weißenhofmuseums), zur Verfügung stehen.

Um Technik und Mensch besser aufeinander abstimmen zu können, wird ein intensives Monitoring im gesamten Gebäude durchgeführt. Temperaturen an verschiedenen Oberflächen, Feuchtegehalt in Luft und in Bauteilen, Wärmemengen durch die Bauteile werden ebenso wie elektrische Ströme für haustechnische Geräte, Steckdosen, Licht und Haustechnik ganzheitlich erfasst. Im Gegensatz dazu soll die kombinierte Photovoltaik- mit Thermosolaranlage den Energiegewinn in ein Speichersystem zwischen puffern, um die Energie dann abrufen zu können, wenn sie benötigt wird. So sind Informationen zu Gewinn und Verbrauch immer ersichtlich und erleichtern die Entscheidungen, wann z.B. gewaschen, gespült oder gebacken wird.

SchwörerHaus baut das zukunftsweisende Forschungsprojekt

In der Nacht zum 16. Mai 2014 wurden die beiden in Hohenstein-Oberstetten vorgefertigten Module nach Stuttgart transportiert. In nur wenigen Stunden konnte das Gebäude am darauffolgenden Tag auf das Grundstück im Weißenhofer Bruckmannweg 10 installiert werden.

Mit Beginn des Jahres begann die intensive Entwicklungs- und Projektplanungsphase der beiden Partner. SchwörerHaus musste flexibel agieren, denn bis kurz vor Baubeginn wurden Neuerungen, bauliche, technische Entwicklungen und Schnittstellen im Bereich Haus- und Gebäudetechnik abgestimmt und festgelegt.

So baute das Unternehmen während der Produktionsphase Ende März bis Ende April unter anderem die neuartige Vakuumdämmung und die rahmenlose Aluminium-Schiebefenstersysteme in Sky-Frame- Technik in die Module ein. Die Herausforderung bei der Montage vor Ort bestand vor allem darin, die Wohneinheit mit der Technikeinheit, inklusive Steuerung, Heizungs- und Lüftungstechnik, Bad und Küche, zusammenzuführen. Mit teilweise neu entwickelter Software und neuen Schnittstellen, unter anderem für das Monitoring, war das zwar keine einfache, aber letztendlich doch erfolgreich gemeisterte Aufgabe. Das Gebäude konnte am selben Abend den Technikern zur Fertiginstallation übergeben werden. Nach den erfolgten Außenarbeiten, wurde die Fassade mit dem witterungs- und UV-beständigen Textilfasergewebe bespannt.

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