Buchvorstellung "Gesünder Bauen und Wohnen"

SchwörerHaus und Sentinel Haus Institut präsentierten am 25. September 2018 das gemeinsame Buch mit dem Titel "Gesünder Bauen und Wohnen – Ein Ratgeber für Baufamilien und Renovierer". Über 70 Gäste, darunter Presse und Partnern, kamen zur Veranstaltung mit Podiumsdiskussion ins Bauzentrum Poing bei München.

Aber warum macht SchwörerHaus das? Und für wen? In den vergangenen Jahren hat sich SchwörerHaus sehr stark mit dem Thema Wohngesundheit beschäftigt mit dem Ziel herauszufinden, wo sie mit der Holzfertigbauweise stehen. Wie gesund die Schwörer-Häuser sind. Seit 2015 arbeitet SchwörerHaus in dieser Sache mit den Experten von Sentinel Haus Institut aus Freiburg und dem TÜV Rheinland zusammen. SchwörerHaus macht das, aus Verantwortung unseren Kunden gegenüber, den vielen jungen Familien mit kleinen Kindern aber auch Älteren. Denn Kinder und Ältere reagieren besonders auf Schadstoffe in Innenräumen – ihr Immunsystem ist schwächer, es können sich leichter Allergien, Atemwegserkrankungen und Asthma entwickeln.

Wie gefährlich sind Schadstoffe, Schimmel und Baufehler?

Wenn man ein Haus baut, muss man viele Entscheidungen treffen, deshalb sind Baufamilien auf verlässliche, sichere Aussagen angewiesen. Wie gefährlich sind Schadstoffe, Schimmel, und Baufehler? Genau darum geht es in dem Hausbau-Ratgeber "Gesünder Bauen und Wohnen". Heute werden Häuser nahezu luftdicht gebaut, die wertvolle Heizwärme bleibt im Haus, leider aber auch zahlreiche Schadstoffe aus vielen unterschiedlichen Quellen. Studien sprechen davon, dass wir uns heute rund 80 – 90 Prozent in geschlossenen Räumen aufhalten. Umso wichtiger ist es deshalb die gesundheitliche Qualität von Innenräumen verlässlich zu überprüfen.  

SchwörerHaus ist hier in den vergangenen Jahren sehr strategisch vorgegangen: Zuerst wurden alle Baustoffe überprüft, die auf die Raumluft einwirken, alle Lieferanten mussten Datenblätter über die Inhaltsstoffe ihrer Produkte übermitteln, die dann von Chemiker Dr. Wolfgang Störkle auf ihre Unbedenklichkeit überprüft wurden. Danach hat SchwörerHaus neu gebaute Musterhäuser mit Hilfe einer Raumluftmessung geprüft (dabei werden VOCs –  ca. 350 flüchtige organische Stoffe und Formaldehyd), die Ergebnisse waren sehr vielversprechend.  

SchwörerHaus prüft 650 Kundenhäuser

Aber die Frage war, wie kann man die gesundheitliche Qualität sicher flächendeckend überprüfen? Einzelne Häuser nachweislich gesünder zu bauen, das kann man leicht schaffen, wie Johannes Schwörer in seiner Rede hervorhob –  alle strengen sich an, die Prüfung erfolgt angekündigt. Aber was ist mit der täglichen Baupraxis? Deshalb entschloss sich Johannes Schwörer 650 Kundenhäuser so wie sie täglich gebaut werden zu überprüfen. Der TÜV Rheinland übernahm die Schulung der Bauleiter, diese wurden alle mit speziellen Messgeräten ausgestattet und haben eine Fortbildung mit Zertifikat zum Probennehmer absolviert. Die Messröhrchen wurden nach der Raumluftmessung an den TÜV Rheinland zur Auswertung geschickt, der diese Daten wiederum an das Sentinel Haus Institut übermittelte. Dort wurde die Auswertung mit wissenschaftlichen Methoden übernommen, wenn bestimmte Messwerte über den Grenzwerten lagen, wurde Ursachenforschung betrieben: Wurde vor der Messung noch ein Pinsel mit Lösemittel ausgewaschen? Wurde nach den Silikonarbeiten nicht ausreichend gelüftet? Wurde das Material und die Verpackungen nicht sachgerecht gelagert? Haben Bauherren bereits eigene Materialien oder Möbel im Haus gelagert? Alle Ergebnisse wurden in einer Studie zusammengefasst unter dem Titel "Gesundheitliche Qualität im Holzfertigbau 2015-2018". Die wesentlichen Erkenntnisse werden in dem Buch in Kapitel 3.2 dargestellt ab Seite 92 nachzulesen.

Buchvorstellung mit Podiumsdiskussion 

Die Vorstellung der Studie war auch ein wesentlicher Bestandteil der Presseveranstaltung, diesen Part hat Dipl. Geoökologe Volker Köttner vom Sentinel Haus Institut übernommen. Begonnen hat die Veranstaltung mit einem kurzen Statement von Johannes Schwörer. Er zeigte nachvollziehbar auf, warum es für SchwörerHaus naheliegend war das Thema gesünderes Bauen stärker zu betrachten und auch abzusichern. Denn wie er darstellte, bringt die Holzfertigbauweise viele positive Voraussetzungen bereits mit:

  1. Die trockene Bauweise – schon seit vielen Jahren wird im Schwörer-Holzwerk das Holz technisch getrocknet, weshalb SchwörerHaus komplett auf chemischen Holzschutz verzichten kann.
  2. SchwörerHaus setzt bereits seit 1985 serienmäßig die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung in Schwörer-Häusern ein, die Feuchtigkeit wird nach draußen transportiert und somit Schimmelbildung vermieden.
  3. Durch das langjährige Engagement der Firma im Bereich Umweltschutz werden alle eingesetzten Baustoffe auf ihre Inhaltsstoffe überprüft und genehmigt, das schafft größt mögliche Transparenz und somit Nachvollziehbarkeit.

Peter Bachmann, Geschäftsführer von Sentinel Haus Institut betonte die Bedeutung des großen Praxistests an 650 Häusern, das ist einmalig und hat es in dieser Art und Weise noch nie gegeben. Die Studie hat Wirkung, weit über die Branche hinaus. Im Anschluss an die Herausgeberstatements fand eine Podiumsdiskussion mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten statt, die Moderation übernahm Astrid Barsuhn, Chefredakteurin vom Fachschriften-Verlag Fellbach, der Verlag in dem das Buch auch erschienen ist.

Auswirkungen von Schadstoffen auf Kinder und Neugeborene

Unter anderem berichtete Prof. Dr. Lehmann über die zwei langjährigen Studien mit dem Namen Lina und Lisa, die Auswirkungen von Schadstoffen im häuslichen Wohnumfeld auf Kinder und Neugeborene (deshalb wurden Frauen und ihr Umfeld während ihrer Schwangerschaft untersucht). Festgestellt wurde, dass bereits relativ geringe Konzentrationen von Luftschadstoffen z.B. VOCs und Schimmelsporen die Gesundheit und das Immunsystem beeinträchtigen können. "Bei Kleinkindern haben wir Atemwegserkrankungen beobachtet, häufig auftretende Bronchitis, pfeifende Atmung, außerdem verändern Immunzellen ihre Aktivität, was langfristig zu allergischen Reaktionen führen kann. Im Kleinkindalter ist das dann häufig ein allergisches Ekzem, auch Neurodermitis genannt." Auf die Frage, was man dagegen tun kann, war die Antwort beim Kauf auf die Inhaltsstoffe von Möbeln, Ausstattung etc. achten und lüften, lüften - im besten Falle jede Stunde eine Stoßlüftung. 

Diese Aussagen unterstrichen wie wichtig es ist, dass sich gerade private Bauherren mit dem Thema gesünderes Bauen beschäftigen und sich umfangreich zu informieren, was welche Hersteller anbieten.

Weitere Infos über das Buch "Gesünder Bauen und Wohnen"

Ab sofort ist es über den Bücherdienst oder Amazon erhältlich – die ISBN Nummer lauter 78-3-945604-48-9.

Foto von rechts nach links: Dipl. Ing. Georg Lange – Geschäftsführer des BDF (Bund Deutscher Fertigbau), Peter Bachmann, Johannes Schwörer, Prof. Dr. Irina Lehmann Immunologin und Leiterin des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung an der Charité Berlin, Astrid Barsuhn, Dr. Walter Dormagen – TÜV Rheinland und Volker Köttner.